Barockschloss

7. Mai 2026
von Marina von Halem
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Neues altes Cembalo und der Zerfraß der Natur

Kürzlich brachte uns ein Freund unseres Hauses, Carsten Lorenz, ein aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammendes frisch restauriertes Musikinstrument – ein Cembalo – als Leihgabe ins Haus. Die Besitzerinnen möchten, daß es in einem heute bewohnten historischen Gebäude steht, und dort auch wieder zu besonderen Gelegenheiten erklingen soll. Da ist Carsten, als Cembalist und mittlerweile als Professor an der Musik- und Kunstprivatuniversität der Stadt Wien tätig, natürlich der Richtige, das zu vermitteln. Gleich nach der Ankunft konnte er uns, den Anwesenden dieser Übergabe, auch schon zeigen, wie schön der Klang dieses fast 400 Jahre alten Instrumentes wieder geworden ist.

Besondere Gefühle bemächtigten sich meiner: hier ist ein lebender Gegenstand. Ich fühlte mich selbst in dieser Zeit lebend. Ein schmächtiges Cembalo aus altem Holz. Die Tasten aus Buchsbaum und Ebenholz, Resonanzboden und viele Details aus Zypressenholz, der Korpus aus Linde. 400 Jahre quasi lebende Geschichte, in die ich eingebunden bin… Das bestärkte meinen ungebrochenen Mut und meine Lust, für dieses alte Schloß zu sorgen, das aus ähnlicher Zeit stammt wie das Cembalo. 1683 war das jetzige Gebäude fertiggestellt (Baubeginn 1679 bis 1683), wobei es davor schon ein Schloß gab, über dessen Aussehen wir allerdings leider nichts wissen.

Carsten  war als Jugendlicher in den 1980er-Jahren mehrfach im Sommer bei uns bei einer jener Gruppen Jugendlicher, die bei den vielen Arbeiten zur Instandsetzung des heruntergekommenen Hauses halfen. Den Buchs, dessen kahles Gesträuch noch (jetzt leider zerfressen von der Raupe der Zünslermotte) an den Rändern der Karrees steht, gab es als Steckling und dann als Pflänzchen bald danach. Holger, Tanno und etliche Jugendliche halfen beim Pflanzen. Am Beispiel des Buchses erlebt man, wie etwas einst Existierendes unwiederbringlich verschwinden kann.  

Carsten Lorenz ist heute Professor mit dem Spezialgebiet des Basso Continuo im Barock. Ohne diesen Basso Continuo ist eine barocke Komposition nicht vollständig, erklärte er uns. Und, so möchte ich ergänzen, ohne den Buchs ist eine barocke  Gartenanlage nicht komplett, selbst einer nachempfunden angelegten wie im Schloß Zeilitzheim. Und hoffentlich bald wird das alte „neue“ Cembalo auch schon wieder zu Hören und zu Sehen sein!

Marina v. Halem

13. März 2026
von Alexander von Halem
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Büchermarkt am 22. März 2026 in Zeilitzheim

Am Sonntag, 22. März 2026 von 13 bis 17 Uhr veranstaltet der Förderkreis Schloss Zeilitzheim seinen antiquarischen Büchermarkt. Dieser findet im ehemaligen Gasthaus Zur Sonne am Schloss statt.

Großer Beliebtheit erfreut sich der Zeilitzheimer Büchermarkt wegen der großen Anzahl gut sortierter Bücher. Ehrenamtliche Helfer des Schloss-Förderkreises in Zeilitzheim bieten in den Sälen des Gasthauses Zur Sonne die dem als gemeinnützig anerkannten Verein gespendeten Bücher zum Verkauf an. Der Erlös kommt den Vereinszwecken (Unterstützung der Restaurierung des Schlosses und die Durchführung kultureller Veranstaltungen) zugute.

Zum Büchermarkt gibt es im Jagdsaal des Schlosses Kaffee und Kuchen. Auch die Weine des schlosseigenen Weinguts können verkostet werden.

Informationen:
Familie von Halem
www.barockschloss.de
info@barockschloss.de

19. September 2025
von Alexander von Halem
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Theateraufführung im Schloss: Heisenberg

Am Freitag, 26.9.2025 um 19:30 Uhr im Schloss Zeilitzheim:

Tournee Theater Stuttgart (Foto:Jim Zimmermann)

Tournee Theater Stuttgart. Foto: Jim Zimmermann

Das Tournee Theater Stuttgart spielt das Theaterstück von Simon Stephens.
Es geht in diesem fesselnden Kammerspiel nicht um die „Physik Heisenbergs“ – die nur wenige verstehen – sondern um die „Liebe“ – die niemand versteht! Beiden gemeinsam ist die „Unschärfe“ – irgendwie sind sie nie exakt beschreibbar.
Eintritt: 15 Euro
(Mit Unterstützung des Förderkreises Schloss Zeilitzheim)

Anmeldung ist NICHT erforderlich!

Der Autor Simon Stephens: „Ich habe noch nie ein Stück über zwei Figuren geschrieben, denen es zusammen besser geht als es jedem für sich allein ging.“
Der Physiker Heisenberg kommt nicht vor in dem Stück, das wie Ben Brentley in der New York Times am 13.10.2016 schreibt, den Zuschauer noch „beschäftigt, nachdem es schon längst zu Ende ist“, und es geht auch nicht um Quantenphysik. Simon Stephens, einer der – auch an deutschsprachigen Theatern – meistgespielten britischen Gegenwartsautoren, ist ein Meister, wenn es darum geht, einem Stück Rhythmus und Tempo zu geben. Bei der Kritikerumfrage von Theater heute 2006, 2007, 2008, 2011 und 2012 wurde er zum wichtigsten ausländischen Dramatiker gewählt. 2008 wurde sein Drama „Wastwater“ zusätzlich als ausländisches Stück des Jahres ausgezeichnet.

Unterschiedlicher kann es nicht sein, das Paar, dessen ungewöhnliche (Liebes-) Geschichte auf einem Bahnhof beginnt, als ein Mann scheinbar zufällig auf den Nacken geküsst wird. Und plötzlich „steht die Bühne unter Strom“ (B. Brentley). Sie, GEORGIE (Anfang 40, quirlig, impulsiv, gesprächig, kontaktfreudig und trotzdem einsam) beginnt, das pedantisch geordnete Leben von ihm, ALEX (Mitte 70, verschlossen und seit seiner einzigen großen Jugendliebe, die einen anderen heiratete, alleinlebend) durcheinander zu wirbeln. Während er mehr oder weniger befremdet und genervt auf die vielen Geschichten reagiert, die sie ungefragt über sich erzählt, ist er gleichzeitig gegen seinen Willen beunruhigt und fasziniert von der unbändigen Energie der charmanten Nervensäge. Dabei weiß er – ebenso wenig wie das Publikum -, welche der immer wieder anders erzählten Details aus ihrem Leben Realität sind, mit welchen sie ihn nur provozieren will und welche nur ihrer Phantasie entspringen.
„Stephens mag Überraschungen, und „Heisenberg“ ist voll davon“, schreibt Alexis Soloski in The Guardian am 04.06.2015.

Und so merkt Alex irgendwann, dass die Begegnung offenbar doch kein Zufall war. Georgie verfolgt also einen Plan: „Ich habe kein Geld. Du schon.“ Hat sie sich nur verplappert oder ist sie wirklich eine Killerin, die es auf sein Geld abgesehen hat? Denn sie braucht Geld. Genauer gesagt: Sie braucht viel Geld. Exakt 15.000 Pfund. Ein Vertrauensbruch. Trotzdem gibt ihr Alex das Geld mit der verblüffenden Begründung: er hat Angst, „sich in sie zu verlieben“, und er „will nicht, dass das passiert“. Zwei Monate später klingt das Stück mit einem zauberhaft poetischen Happy End aus, dem man sich nicht entziehen kann und nicht entziehen will. In wunderbarer Unbesorgtheit lässt der von Georgie „psychopathisches Gewohnheitsmonster“ genannte Alex sich zum ersten Mal in seinem Leben auf ein Abenteuer ein und fährt mit ihr nach New Jersey, um dort ihren Sohn zu suchen. Und so sind in diesem wunderbaren modernen Märchen Alex und Georgie in einem Moment unerwarteten Glücks während eines ohne Musik getanzten Tangos nicht mehr nur durch ihre Einsamkeit verbunden.
In „Heisenberg“, diesem wunderbar melancholischen, modernen Märchen, nähert sich Dramatiker Stephens seinen Personen mit Verständnis, Neugier, Nachtsicht und Zärtlichkeit. Und er findet mit Georgie und Alex zwei Figuren, die man im Theater schon lange nicht mehr gesehen hat. Sie verzaubern den Theaterbesucher nicht nur durch ihre Widerspenstigkeit, sondern auch durch ihre ganz eigene Weise, mit der sie um die Verwirklichung ihres Traums vom privaten Glück kämpfen.

30. Juli 2025
von Alexander von Halem
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Blues & Boogie Konzert mit Thomas Scheytt

THOMAS SCHEYTT – Piano Solo
(Zweifacher Gewinner des German Blues Award)
Sonntag, 03.08.2025 – 17:30 Uhr
Schloss Zeilitzheim (Jagdsaal)
Einlass 17 Uhr/ Reservierung+AK: 20 EUR
Reservierung: www.thomas-scheytt.de

Thomas Scheytt (Foto: Martin Seigel)

26. Juli 2025
von Alexander von Halem
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Hallo Klaus Bruns

Hallo Klaus Bruns, der heute eine 3-Sterne Bewertung abgegeben hat, weil er für den Weinverkauf niemanden vor Ort vorfand: Ja, es stimmt. Wir sind nicht immer vor Ort. Als Winzer bin ich oft auch im Weinberg. Manchmal habe ich aber auch einfach privat etwas vor mit der Familie. Und manchmal sind wir sogar außer Haus (wie z.B. heute in Bamberg, in einer Vinothek mit unserem Wein).

Es hilft sicherlich eine vorherige Kontaktaufnahme (per E-Mail, oder telefonisch), um uns zuverlässig anzutreffen. Die Bestell-Hotline Nummer wird sogar auf mein Mobiltelefon weiter geleitet. Wenn ich so angerufen werde, kann ich in der Regel innerhalb von 10-15 Minuten aus dem Weinberg wieder im Schloss an der Theke in der Eingangshalle stehen.

Dass dieses Erlebnis, mich nicht anzutreffen, für Sie so traumatisch gewesen ist, dass Sie eine (fast) negative Bewertung hinterlassen haben, ehrt mich natürlich. Es bedeutet: Sie wollten zu uns, haben uns aber nicht erreicht, und das war blöd so.

Wie lösen wir das in Zukunft? Können Sie uns vielleicht kurz anrufen oder anmailen, bevor Sie dann unnötigerweise vor verschlossener Tür stehen? Ich würde Sie nämlich wirklich gerne kennen lernen und Wein verkaufe ich Ihnen natürlich auch gerne.

25. Mai 2025
von Alexander von Halem
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Es geht wieder los! Konzert und Weinberg.

Nach einem gefühlt langen Winter ging es Anfang Mai endlich wieder los mit einem Konzert im Schloss. Jetzt am Wochenende hatten wir wieder eine wunderbare Gruppe im Hause, die uns regelmäßig besucht und detailgetreu die Zeit um 1804 nachspielt in Garderobe, Verhalten, und allem, was dazu gehört. Das ist immer eine große Bereicherung für das Leben im Schloss und ich danke den Teilnehmern und Organisatorinnen (you know who you are) herzlich für die Treue und den Besuch, der dem Fortbestand des Schlosses hilft.

Das nächste Konzert steht am 13. Juni vor der Tür. Ich werde berichten, sobald ich mich von den Zwängen der liegen gebliebenen Büroarbeit befreien kann und von den Zwängen, die mir die Natur auferlegt: Im Weinberg geht es nämlich hoch her. Wir kämpfen zeitlich gegen den Austrieb (die Rebstöcke wollen ordentlich ausgebrochen sein) und gegen das Wetter (alle Triebe müssen gebändigt und gesteckt sein, so daß Wind und Wetter diese nicht mitsamt der potentiellen Ernte zum Umknicken bringen). Das hat also höchste Priorität, im Moment. Die Natur fordert immer ihr Tribut (und schert sich nicht um unsere belanglosen, gesellschaftlichen Sperenzien).

Ich (und die ganze Familie) freut sich über Ihren Besuch! Zum Konzert oder zum Schlosscafé, das bald wieder laufen soll.

8. Mai 2025
von Alexander von Halem
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Konzert „In Memoriam Johannes Brahms“ am Freitag, 8. Mai 2025 im Schloss

Foto: Duo Vortisch-Stralendorff (Foto: Rudolf Winter)

Foto: Duo Vortisch-Stralendorff (Foto: Rudolf Winter)

Romantisches Konzert für Klarinette und Klavier im Schloss Zeilitzheim
Duo Vortisch-Stralendorff gastiert mit Werken von Brahms und anderen Komponisten der Romantik

Der Förderkreis Schloss Zeilitzheim lädt zu einem Konzert romantischer Musik ins Barockschloss Zeilitzheim am Freitag, 9. Mai 2025 ein. Konzertbeginn ist um 19:30 Uhr.

Das „In Memorium Johannes Brahms“ betitelte Konzert im Schloss Zeilitzheim umfasst Werke von der Frühromantik bis zu Brahms‘ letzten Instrumentalwerk. Liedern des Frühromantikers Carl Baermann für Klarinette und Klavier folgt das „Nacht-Werk“ der Hochromantik aus der Sonate für Violoncello und Klavier op. 52 von Heinrich von Herzogenberg (arrangiert für Klarinette und Klavier). Umrahmt wird dieses Werk von den sehr gegensätzlichen und kontrastreichen Rhapsodien Brahms‘ op. 79, die Brahms Elisabeth von Herzogenberg widmete. Mit Elisabeth und Heinrich von Herzogenberg verband Brahms eine lebenslange Freundschaft. Als weiteren Höhepunkt des Abends hören Sie mit der unübertrefflichen Klarinettensonate op. 120 Nr. 2 das letzte Instrumentalwerk des „vollendeten Romantikers“ Brahms, das ganz im Zeichen seines versöhnlichen Abschieds von Werk und Leben steht.

Das Duo besteht aus den Musikern Felicitas Vortisch, Klarinette und Heiko Stralendorff, Klavier (München).

Anmeldung ist nicht erforderlich. Einlass ist ab 19 Uhr. Karten sind zu 15 Euro pro Person an der Abendkasse erhältlich.

Informationen:
Marina von Halem
Tel. 09381-9389
www.barockschloss.de
info@barockschloss.de

25. November 2024
von Alexander von Halem
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Antiquarischer Büchermarkt

Am kommenden Sonntag, 1.12.2024 von 11-17 Uhr:

Antiquarischer Büchermarkt im Gasthaus „Zur Sonne“.

Bratwurststand im Schlosshof.

Schlosscafé im Jagdsaal.

In der Eingangshalle: Weinverkauf des Schlossweinguts.

Büchermarkt - Foto: Alexander von Halem
Büchermarkt – Foto: Alexander von Halem

6. September 2024
von Alexander von Halem
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Tag des offenen Denkmals mit Schlosscafé

Denkmaltag 2024 Schloss Zeilitzheim

Am Sonntag, 8. September 2024, ist das Schloss im Rahmen des Tages des offenen Denkmals von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Um 15 Uhr stellt Vorsitzender Bernd Schmidtchen den Förderkreis Schloss Zeilitzheim und die Stiftung vor. Darauf folgt eine Schlossführung.

Ab 14 Uhr ist das Schlosscafé im Jagdsaal geöffnet. Erlöse kommen dem Schloss Förderkreis zugute.

Über Ihren Besuch würden wir uns freuen!

22. August 2024
von Alexander von Halem
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Bücherstube am Weinfestsonntag geöffnet

Am Sonntag, 25. August 2024, ist die Bücherstube des Schloss Förderkreises im Gasthaus Zur Sonne am Zeilitzheimer Marktplatz von 12:00 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Erlöse des Büchermarktes kommen dem als gemeinnützig anerkannten Förderkreis Schloss Zeilitzheim zugute. Hier finden Sie in den Sälen des ehemaligen Gasthauses viele Bücher: Kinder- und Jugendbücher, Taschenbücher (nach Verlagen sortiert), Sachbücher sortiert nach Themenbereichen, Belletristik grob alphabetisch sortiert…