Barockschloss

13. Juli 2026
von Alexander von Halem
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Duo Saitenblicke zu Gast in Schloss Zeilitzheim

Liebe Freundinnen und Freunde des Barockschlosses,

am Freitag, 17.7., um 19:30 Uhr laden wir Sie zu einem Konzert mit dem Duo Saitenblicke nach Schloss Zeilitzheim ein. Am Werk sind die Harfenistin Feodora-Johanna Mandel und der Gitarrist Oliver Thedieck.

Unter dem Titel „Danzas – Tänzerisches für Harfe und Gitarre“ haben die beiden ein Programm mit Werken von Máximo Diego Pujol, Wolfgang Amadeus Mozart, Manuel de Falla, Luigi Boccherini, Astor Piazzolla, Enrique Granados und Gerardo Matos Rodríguez zusammengestellt. Zu hören sind unter anderem die „Suite Magica“ von Pujol, Auszüge aus den „Danzas Españolas“ von Granados, „Introducción y Fandango“ von Boccherini, „La Cumparsita“ von Matos Rodríguez, der „Libertango“ von Piazzolla, der „Spanische Tanz Nr. 1″ von de Falla und ein Menuett von Mozart.

Zu den Musikerinnen und Musikern

Feodora-Johanna Mandel hat Harfe an den Musikhochschulen Würzburg und München studiert und anschließend die Meisterklasse bei Prof. Cristina Bianchi absolviert. Sie wurde bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und von der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert. Von 2008 bis 2010 war sie Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden und konzertiert seither regelmäßig mit Orchestern und Ensembles. Daneben ist sie als Harfenpädagogin, Schulmusikerin, Jurorin bei „Jugend musiziert“ und als Autorin von Unterrichtsmaterialien tätig.

Oliver Thedieck ist als Solist und Kammermusiker unterwegs und begleitet junge Musikerinnen und Musiker bei der Vorbereitung auf Wettbewerbe, Abiturprüfungen und Aufnahmeprüfungen an Musikhochschulen. Er war Juror bei „Jugend musiziert“, Meisterkursleiter und Dozent in Deutschland, Brasilien und Mexiko sowie an Musikhochschulen und Kulturinstitutionen weltweit.

Der Eintritt kostet 20 Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Bei Fragen erreichen Sie uns am sichersten per E-Mail.

Feodora-Johanna Mandel und Oliver Hedieck - Foto Marielena Lorrmann
Feodora-Johanna Mandel und Oliver Hedieck – Foto Marielena Lorrmann

14. Juni 2026
von Alexander von Halem
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Nach dem Konzert ist vor dem Konzert: Spätromantische Klänge im Jagdsaal

Am vergangenen Freitag durften wir ein wunderbares musikalisches Highlight bei uns im Schloss erleben: Das Konzert mit dem Duo Delta-X (Wolfgang Netzer und Manuel Schubert), das wir hier im Blog bereits angekündigt hatten. Unsere Besucher waren von Wolfgangs Kompositionen und der mitreißenden Darbietung der beiden Musiker hellauf begeistert. Ein herzliches Dankeschön noch einmal an die Künstler und das fantastische Publikum!

Lange durchatmen müssen wir zum Glück nicht, denn das nächste musikalische Ereignis wirft bereits seine Schatten voraus. Schon in Kürze verwandelt sich unser Jagdsaal wieder in einen Konzertsaal.

Trio Belle Époque: Werke der Spätromantik

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Abend voller emotionaler Tiefe, Eleganz und klanglicher Vielfalt mit dem Trio Belle Époque.

  • Wann: Freitag, 26. Juni 2026, 19:30 Uhr
  • Wo: Jagdsaal, Schloss Zeilitzheim
  • Eintritt: 20 Euro
  • (Mit freundlicher Unterstützung des Förderkreises Schloss Zeilitzheim e.V.)

Das Programm des Abends

Das Trio – besetzt mit Christian Rozgonyi (Violine), Kerstin Rohr (Violoncello) und Verena Richardsen (Klavier) – hat ein exquisites Programm zusammengestellt, das uns auf eine Reise durch die europäische Musiklandschaft an der Wende zum 20. Jahrhundert nimmt:

  • Claude Debussy (1862–1918)Trio für Klavier, Violine und Violoncello G-Dur (1880)
    • Andantino con moto allegro / Scherzo – Intermezzo / Andante espressivo / Finale. Appassionato
  • Bohuslav Martinů (1890–1959)„Bergerettes“ H275 (1939)
    • Poco allegro / Andantino / Moderato
  • Josef Suk (1874–1935)„Elegie“ Des-Dur op. 23 (1902)
    • Adagio
  • Paul Juon (1872–1940)Trio Miniaturen (1901)
    • Rêverie (molto adagio) op. 18 Nr. 3
    • Humoreske (Allegro) op. 18 Nr. 7
    • Elegie (Andante) op. 18 Nr. 6
    • Danse phantastique (quasi Valse lente) op. 24 Nr. 2

Wir freuen uns schon jetzt auf einen stimmungsvollen Sommerabend und Ihren Besuch bei uns im Schloss!

Trio Belle Époque (Foto: Franziska Richardsen)
Trio Belle Epoque Foto Franziska Richardsen (Foto: Franziska Richardsen)

12. Juni 2026
von Alexander von Halem
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Nachhaltig stöbern & genießen: Kleiderflohmarkt im Schloss Zeilitzheim

Wir alle kennen das: Der Kleiderschrank quillt über, manch liebgewonnenes Stück wird einfach nicht mehr getragen oder die Kinder sind längst aus ihren Sachen herausgewachsen. Doch zum Wegwerfen sind die Textilien viel zu schade – sie suchen einfach nur ein neues Zuhause und jemanden, dessen Geschmack sie genau treffen.

Deshalb laden wir herzlich ein zum Kleiderflohmarkt im Schloss!

  • Wann: Samstag, 27. Juni 2026, von 11:00 bis 16:00 Uhr
  • Wo: Schloss Zeilitzheim

Egal, ob ihr auf der Suche nach neuen Lieblingsstücken seid oder einfach einen entspannten Tag verbringen möchtet: Kommt vorbei und stöbert durch die Stände. Für Genuss und die passende Atmosphäre ist gesorgt – macht es euch im Schlosscafé gemütlich oder genießt ein gutes Glas Wein unseres Schlossweinguts.

Selbst verkaufen?

Möchtet ihr selbst Platz im Schrank schaffen und einen eigenen Stand anmelden? Auskunft und Anmeldung übernimmt Katalin von Halem. Ihr erreicht sie telefonisch oder unkompliziert per WhatsApp unter: 0157 – 348 25 173.

Wir freuen uns auf ein buntes Markttreiben im Schloss!

⚡ Letzte Erinnerung für HEUTE!

Nicht vergessen: Heute Abend (Freitag, 12. Juni) gibt es ein Konzert im Schloss. Das Gitarrenduo Delta X begeistert uns ab 19:30 Uhr mit ihrem Konzert „Lux Fabula“. Wer noch spontan vorbeikommen möchte, ist herzlich willkommen! Platzreservierung ist nicht erforderlich. Wir können im Jagdsaal noch ca. 100 Gäste unterbringen.

4. Juni 2026
von Alexander von Halem
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Schlossnachrichten: Warum Kultur und Genuss gerade jetzt unsere Unterstützung brauchen

Man hört es gerade an vielen Ecken und Enden: Die wirtschaftlichen Zeiten sind herausfordernd. In den Gesprächen der letzten Monate mit Kolleginnen und Kollegen aus der Hotellerie und Gastronomie zeigt sich leider ein durchgängiges Bild – die Buchungszahlen in der Region sind spürbar verhalten. Auch an uns im Schloss geht diese Entwicklung nicht spurlos vorbei.

Über die genauen Ursachen lässt sich viel spekulieren, doch Grübeln allein verändert die Situation nicht. Was jetzt zählt, ist Handeln.

Deshalb möchten wir heute einen bewussten Impuls setzen – für uns alle als Gesellschaft: Wenn wir wollen, dass unsere Region kulturell lebendig und wirtschaftlich stark bleibt, müssen wir die Angebote vor unserer Haustür nutzen.

Unterstützen Sie die Landwirte und Winzer, die mit Herzblut und Überzeugung auf ökologischen Anbau setzen. Kaufen Sie beim Bäcker und Metzger von nebenan. Und besuchen Sie uns im Schloss. All diese ehrlichen, mit viel Liebe handgemachten Produkte und Dienstleistungen machen Lebensqualität aus. Wenn es sie einmal nicht mehr gibt, werden wir sie schmerzlich vermissen. Aber dann ist es zu spät.

Gemeinsam mit dem aktiven Kreis unseres Förderkreises Schloss Zeilitzheim e.V. setzen wir uns seit Jahren dafür ein, dass Kultur im ländlichen Raum einen festen Platz hat. Bitte nutzen Sie dieses Angebot. Nur mit Ihrem Besuch können wir auch weiterhin Künstlerinnen, Künstlern und Musikern eine Bühne bieten und faire Honorare zahlen.

Erleben Sie Kultur hautnah: Das nächste Konzert bei uns findet bereits am 12. Juni statt. Kommen Sie vorbei, genießen Sie den Abend und setzen Sie ein Zeichen für eine lebendige Kulturlandschaft. Wir freuen uns auf Sie!

Frühstück (für eine (!) Person) heute im Schloss (Foto: Katalin von Halem)

1. Juni 2026
von Alexander von Halem
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Konzert-Highlight am 12. Juni: Weltmusik ohne Grenzen mit „Delta X“

Liebe Freunde unserer Schlosskonzerte,

der Sommer steht vor der Tür, und wir freuen uns, euch zu einem ganz besonderen musikalischen Highlight ins Schloss einladen zu dürfen. Am Freitag, den 12. Juni, bieten wir einem außergewöhnliches Duo, das Gegensätze meisterhaft verschmilzt, eine Bühne.

Unter dem Titel „Lux Fabula“ gastiert das Gitarrenduo Delta X bei uns – und bringt ein Programm mit, das den perfekten Bogen zwischen klassischer Virtuosität und modernen, weltmusikalischen Klangwelten spannt.

Zwei Generationen, eine Leidenschaft

Hinter Delta X stehen zwei absolute Ausnahmemusiker aus verschiedenen Generationen, die auf der Bühne zu einer faszinierenden Einheit verschmelzen:

  • Wolfgang Netzer ist ein international gefeierter Komponist, dessen Arbeiten ihr ganz bestimmt schon einmal gehört habt – er schrieb unter anderem die Soundtracks für große Kinodokumentationen wie „Jane’s Journey“ oder die Titelmusik zu Michael Moores „Fahrenheit 9/11“.
  • Manuel Schubert stand schon mit 12 Jahren ganz oben auf dem Treppchen bei „Jugend musiziert“ und ist heute ein brillanter Absolvent der Münchner Musikhochschule, der das Publikum mit seiner Spontaneität und Leichtigkeit im Sturm erobert.

Die Süddeutsche Zeitung schrieb über die beiden: „Es ist eine Weltmusik, die keine Grenzen kennt und zusammenführt, was auf den ersten Blick vielleicht unvereinbar schien.“

Von der Oud bis zur irischen Bouzouki

Was dieses Konzert für uns so spannend macht, ist die unglaubliche Vielfalt an Zupfinstrumenten, die die beiden mitbringen. Neben klassischen 6- und 7-saitigen Gitarren dürft ihr euch auf den tiefen Klang des Mandocellos, die orientalische Knickhalslaute Oud und die irische Bouzouki freuen. Die beiden Musiker wechseln mühelos zwischen den Kulturen, durchdrungen von Jazz- und Klassikklängen.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Förderkreis Schloss Zeilitzheim e.V., der dieses Konzert tatkräftig und finanziell unterstützt.

Kommt vorbei, bringt Freunde mit und genießt mit uns einen inspirierenden Abend in gewohnt persönlicher Schloss-Atmosphäre. Wir freuen uns auf euch!

Herzliche Grüße,

Alexander und Katalin von Halem, Marina von Halem

Alle Infos kompakt:

  • Wann: Freitag, 12. Juni 2026
  • Einlass & Beginn: Einlass ist ab 19:00 Uhr, das Konzert beginnt um 19:30 Uhr.
  • Eintritt: 20 Euro
  • Anmeldung: Eine Vorreservierung ist nicht erforderlich – kommt einfach spontan vorbei, wir haben genug Platz für alle!
Delta X - Foto: Thomas Lomberg

Delta X – Foto: Thomas Lomberg

7. Mai 2026
von Marina von Halem
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Neues altes Cembalo und der Zerfraß der Natur

Kürzlich brachte uns ein Freund unseres Hauses, Carsten Lorenz, ein aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammendes frisch restauriertes Musikinstrument – ein Cembalo – als Leihgabe ins Haus. Die Besitzerinnen möchten, daß es in einem heute bewohnten historischen Gebäude steht, und dort auch wieder zu besonderen Gelegenheiten erklingen soll. Da ist Carsten, als Cembalist und mittlerweile als Professor an der Musik- und Kunstprivatuniversität der Stadt Wien tätig, natürlich der Richtige, das zu vermitteln. Gleich nach der Ankunft konnte er uns, den Anwesenden dieser Übergabe, auch schon zeigen, wie schön der Klang dieses fast 400 Jahre alten Instrumentes wieder geworden ist.

Besondere Gefühle bemächtigten sich meiner: hier ist ein lebender Gegenstand. Ich fühlte mich selbst in dieser Zeit lebend. Ein schmächtiges Cembalo aus altem Holz. Die Tasten aus Buchsbaum und Ebenholz, Resonanzboden und viele Details aus Zypressenholz, der Korpus aus Linde. 400 Jahre quasi lebende Geschichte, in die ich eingebunden bin… Das bestärkte meinen ungebrochenen Mut und meine Lust, für dieses alte Schloß zu sorgen, das aus ähnlicher Zeit stammt wie das Cembalo. 1683 war das jetzige Gebäude fertiggestellt (Baubeginn 1679 bis 1683), wobei es davor schon ein Schloß gab, über dessen Aussehen wir allerdings leider nichts wissen.

Carsten  war als Jugendlicher in den 1980er-Jahren mehrfach im Sommer bei uns bei einer jener Gruppen Jugendlicher, die bei den vielen Arbeiten zur Instandsetzung des heruntergekommenen Hauses halfen. Den Buchs, dessen kahles Gesträuch noch (jetzt leider zerfressen von der Raupe der Zünslermotte) an den Rändern der Karrees steht, gab es als Steckling und dann als Pflänzchen bald danach. Holger, Tanno und etliche Jugendliche halfen beim Pflanzen. Am Beispiel des Buchses erlebt man, wie etwas einst Existierendes unwiederbringlich verschwinden kann.  

Carsten Lorenz ist heute Professor mit dem Spezialgebiet des Basso Continuo im Barock. Ohne diesen Basso Continuo ist eine barocke Komposition nicht vollständig, erklärte er uns. Und, so möchte ich ergänzen, ohne den Buchs ist eine barocke  Gartenanlage nicht komplett, selbst einer nachempfunden angelegten wie im Schloß Zeilitzheim. Und hoffentlich bald wird das alte „neue“ Cembalo auch schon wieder zu Hören und zu Sehen sein!

Marina v. Halem

13. März 2026
von Alexander von Halem
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Büchermarkt am 22. März 2026 in Zeilitzheim

Am Sonntag, 22. März 2026 von 13 bis 17 Uhr veranstaltet der Förderkreis Schloss Zeilitzheim seinen antiquarischen Büchermarkt. Dieser findet im ehemaligen Gasthaus Zur Sonne am Schloss statt.

Großer Beliebtheit erfreut sich der Zeilitzheimer Büchermarkt wegen der großen Anzahl gut sortierter Bücher. Ehrenamtliche Helfer des Schloss-Förderkreises in Zeilitzheim bieten in den Sälen des Gasthauses Zur Sonne die dem als gemeinnützig anerkannten Verein gespendeten Bücher zum Verkauf an. Der Erlös kommt den Vereinszwecken (Unterstützung der Restaurierung des Schlosses und die Durchführung kultureller Veranstaltungen) zugute.

Zum Büchermarkt gibt es im Jagdsaal des Schlosses Kaffee und Kuchen. Auch die Weine des schlosseigenen Weinguts können verkostet werden.

Informationen:
Familie von Halem
www.barockschloss.de
info@barockschloss.de

19. September 2025
von Alexander von Halem
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Theateraufführung im Schloss: Heisenberg

Am Freitag, 26.9.2025 um 19:30 Uhr im Schloss Zeilitzheim:

Tournee Theater Stuttgart (Foto:Jim Zimmermann)

Tournee Theater Stuttgart. Foto: Jim Zimmermann

Das Tournee Theater Stuttgart spielt das Theaterstück von Simon Stephens.
Es geht in diesem fesselnden Kammerspiel nicht um die „Physik Heisenbergs“ – die nur wenige verstehen – sondern um die „Liebe“ – die niemand versteht! Beiden gemeinsam ist die „Unschärfe“ – irgendwie sind sie nie exakt beschreibbar.
Eintritt: 15 Euro
(Mit Unterstützung des Förderkreises Schloss Zeilitzheim)

Anmeldung ist NICHT erforderlich!

Der Autor Simon Stephens: „Ich habe noch nie ein Stück über zwei Figuren geschrieben, denen es zusammen besser geht als es jedem für sich allein ging.“
Der Physiker Heisenberg kommt nicht vor in dem Stück, das wie Ben Brentley in der New York Times am 13.10.2016 schreibt, den Zuschauer noch „beschäftigt, nachdem es schon längst zu Ende ist“, und es geht auch nicht um Quantenphysik. Simon Stephens, einer der – auch an deutschsprachigen Theatern – meistgespielten britischen Gegenwartsautoren, ist ein Meister, wenn es darum geht, einem Stück Rhythmus und Tempo zu geben. Bei der Kritikerumfrage von Theater heute 2006, 2007, 2008, 2011 und 2012 wurde er zum wichtigsten ausländischen Dramatiker gewählt. 2008 wurde sein Drama „Wastwater“ zusätzlich als ausländisches Stück des Jahres ausgezeichnet.

Unterschiedlicher kann es nicht sein, das Paar, dessen ungewöhnliche (Liebes-) Geschichte auf einem Bahnhof beginnt, als ein Mann scheinbar zufällig auf den Nacken geküsst wird. Und plötzlich „steht die Bühne unter Strom“ (B. Brentley). Sie, GEORGIE (Anfang 40, quirlig, impulsiv, gesprächig, kontaktfreudig und trotzdem einsam) beginnt, das pedantisch geordnete Leben von ihm, ALEX (Mitte 70, verschlossen und seit seiner einzigen großen Jugendliebe, die einen anderen heiratete, alleinlebend) durcheinander zu wirbeln. Während er mehr oder weniger befremdet und genervt auf die vielen Geschichten reagiert, die sie ungefragt über sich erzählt, ist er gleichzeitig gegen seinen Willen beunruhigt und fasziniert von der unbändigen Energie der charmanten Nervensäge. Dabei weiß er – ebenso wenig wie das Publikum -, welche der immer wieder anders erzählten Details aus ihrem Leben Realität sind, mit welchen sie ihn nur provozieren will und welche nur ihrer Phantasie entspringen.
„Stephens mag Überraschungen, und „Heisenberg“ ist voll davon“, schreibt Alexis Soloski in The Guardian am 04.06.2015.

Und so merkt Alex irgendwann, dass die Begegnung offenbar doch kein Zufall war. Georgie verfolgt also einen Plan: „Ich habe kein Geld. Du schon.“ Hat sie sich nur verplappert oder ist sie wirklich eine Killerin, die es auf sein Geld abgesehen hat? Denn sie braucht Geld. Genauer gesagt: Sie braucht viel Geld. Exakt 15.000 Pfund. Ein Vertrauensbruch. Trotzdem gibt ihr Alex das Geld mit der verblüffenden Begründung: er hat Angst, „sich in sie zu verlieben“, und er „will nicht, dass das passiert“. Zwei Monate später klingt das Stück mit einem zauberhaft poetischen Happy End aus, dem man sich nicht entziehen kann und nicht entziehen will. In wunderbarer Unbesorgtheit lässt der von Georgie „psychopathisches Gewohnheitsmonster“ genannte Alex sich zum ersten Mal in seinem Leben auf ein Abenteuer ein und fährt mit ihr nach New Jersey, um dort ihren Sohn zu suchen. Und so sind in diesem wunderbaren modernen Märchen Alex und Georgie in einem Moment unerwarteten Glücks während eines ohne Musik getanzten Tangos nicht mehr nur durch ihre Einsamkeit verbunden.
In „Heisenberg“, diesem wunderbar melancholischen, modernen Märchen, nähert sich Dramatiker Stephens seinen Personen mit Verständnis, Neugier, Nachtsicht und Zärtlichkeit. Und er findet mit Georgie und Alex zwei Figuren, die man im Theater schon lange nicht mehr gesehen hat. Sie verzaubern den Theaterbesucher nicht nur durch ihre Widerspenstigkeit, sondern auch durch ihre ganz eigene Weise, mit der sie um die Verwirklichung ihres Traums vom privaten Glück kämpfen.

30. Juli 2025
von Alexander von Halem
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Blues & Boogie Konzert mit Thomas Scheytt

THOMAS SCHEYTT – Piano Solo
(Zweifacher Gewinner des German Blues Award)
Sonntag, 03.08.2025 – 17:30 Uhr
Schloss Zeilitzheim (Jagdsaal)
Einlass 17 Uhr/ Reservierung+AK: 20 EUR
Reservierung: www.thomas-scheytt.de

Thomas Scheytt (Foto: Martin Seigel)

26. Juli 2025
von Alexander von Halem
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Hallo Klaus Bruns

Hallo Klaus Bruns, der heute eine 3-Sterne Bewertung abgegeben hat, weil er für den Weinverkauf niemanden vor Ort vorfand: Ja, es stimmt. Wir sind nicht immer vor Ort. Als Winzer bin ich oft auch im Weinberg. Manchmal habe ich aber auch einfach privat etwas vor mit der Familie. Und manchmal sind wir sogar außer Haus (wie z.B. heute in Bamberg, in einer Vinothek mit unserem Wein).

Es hilft sicherlich eine vorherige Kontaktaufnahme (per E-Mail, oder telefonisch), um uns zuverlässig anzutreffen. Die Bestell-Hotline Nummer wird sogar auf mein Mobiltelefon weiter geleitet. Wenn ich so angerufen werde, kann ich in der Regel innerhalb von 10-15 Minuten aus dem Weinberg wieder im Schloss an der Theke in der Eingangshalle stehen.

Dass dieses Erlebnis, mich nicht anzutreffen, für Sie so traumatisch gewesen ist, dass Sie eine (fast) negative Bewertung hinterlassen haben, ehrt mich natürlich. Es bedeutet: Sie wollten zu uns, haben uns aber nicht erreicht, und das war blöd so.

Wie lösen wir das in Zukunft? Können Sie uns vielleicht kurz anrufen oder anmailen, bevor Sie dann unnötigerweise vor verschlossener Tür stehen? Ich würde Sie nämlich wirklich gerne kennen lernen und Wein verkaufe ich Ihnen natürlich auch gerne.